Title: Schleimspuren querbeet? So befreien Sie Ihren Garten von der Schneckenplage
Published: 28. Juni 2019
Last modified: 7. Februar 2024

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# Schleimspuren querbeet? So befreien Sie Ihren Garten von der Schneckenplage

 Veröffentlicht am 28. Juni 20197. Februar 2024

Schnecken – sie sind schleimig, gefräßig und des Gärtners größter Feind. Mit Vorliebe
verspeisen sie das mühevoll gezogene Gemüse und die Zierblumen. Damit Ihr Garten
vor den Eindringlingen geschützt ist, geben wir von [Insekten-Schutz-Kerpen](https://www.insektenschutz-kerpen.de/?output_format=md)
einige **nützliche Tipps**, um die unliebsamen Gäste fernzuhalten.

## Tipp 1: Barrieren bauen

Am besten ist es, wenn die Schnecken erst gar nicht in das Beet gelangen. **Sägemehl
und Kalk** verhindern ein Eindringen der kleinen Kriechtiere und lassen sich als
Schutzring um gefährdete Pflanzen streuen.

Bei Regen sollten Sie die Mischung jedoch erneuern. Auch **ausgestreuter Kaffeesatz**
oder **Schneckenzäune** aus dem Fachhandel halten die Schnecken effektiv fern. Da
der Schneckenzaun allerdings mit vergleichsweise hohen Kosten verbunden ist und 
häufig als unästhetisch empfunden wird, stellt er lediglich für kleine Bereiche 
wie das Gemüsebeet eine Lösung dar.

## Tipp 2: Natürliche Schneckenfeinde einsetzen

Für einige Tiere sind Schnecken eine echte Delikatesse. So freuen sich unter anderem
Kröten, indische Laufenten, Spitzmäuse, Igel und verschiedene Vogelarten darüber,
die lästigen Schleimer vertilgen zu können.

Eine effektive Maßnahme zur Schneckenbekämpfung ist es deshalb, die **natürlichen
Fressfeinde anzulocken**. Versuchen Sie zum Beispiel, in Ihrem Garten einen **Lebensraum
für Igel** zu schaffen, indem Sie geeignete Unterschlupfmöglichkeiten schaffen. 
Dies können dichte Hecken aus heimischem Gehölz oder Reisig-, Laub- und Steinhaufen
mit Hohlräumen sein.

Auch Vogelarten wie **Amseln** und **Elstern** freuen sich über Nistmöglichkeiten
in Ihrem Garten. Wer über ein geeignetes Grundstück verfügt, kann außerdem einen
Teich für Kröten oder indische Laufenten anlegen.

Allerdings sollten Sie wissen, dass nicht alle Schnecken zu den Schädlingen gehören.
Der **Tigerschnegel** oder die **Weinbergschnecke** etwa helfen sogar bei der Bekämpfung,
indem sie die Eier der Nacktschnecken verspeisen. Sie können Tigerschnegel im Online-
Handel erwerben und so im eigenen Garten ansiedeln.

## Tipp 3: Hausmittel verwenden

Ein **Geheimtipp** unter vielen Gärtnern sind **Bierfallen**. Dabei wird ein Becher
mit Bier in das Beet eingegraben, welches die Schnecken erst anlocken und anschließend
töten soll. Diese Methode ist allerdings nur **bedingt zu empfehlen**, da sich hier
nicht so viele Schnecken vernichten lassen und das Bier häufig aufzufüllen ist.

Effektiver ist es hingegen, die Schnecken täglich abzusammeln. Am besten locken 
Sie die Kriecher in ein Versteck: Unter aufgestellten Brettern, umgedrehten Tontöpfen
oder großen Blättern sammeln sich die Schnecken zur Dämmerung gerne und lassen sich
so schnell und einfach entfernen.

Weiterhin ist es im Herbst und zum Frühlingsbeginn sinnvoll, die Schneckeneier durch
Harken zu dezimieren.

Schnecken mögen einige Kräuter, Zierblumen und Gemüsesorten nicht. Erkundigen Sie
sich doch vor einem Pflanzenkauf, welche Pflanzen die Schleimer verschonen. Dazu
zählen unter anderem:

 * Die meisten Kräuter wie Thymian, Bärlauch, Zitronenmelisse
 * Moose, Farne, Gräser
 * Einige Gemüsesorten wie Feldsalat, Rhabarber, Knoblauch
 * Beerenfrüchte
 * Zierpflanzen wie Geranien, Mohn, Astern

## Tipp 4: Chemische Mittel verwenden

Schneckenkorn ist ein Ungeziefervernichtungsmittel, welches im Handel erwerbbar 
ist. Sie können zwischen zwei verschiedenen Mitteln mit unterschiedlichen Wirkstoffen
wählen: **Schneckenkorn** mit dem Wirkstoff „Metaldehyd“ führt zum Austrocknen der
Schnecke und wirkt bereits in kleinen Mengen.

Nachteil dieses Mittels ist jedoch, dass es **nicht regenfest** ist und somit nur
an sonnigen Tagen hilft. Außerdem ist zu beachten, dass es sich um einen Giftstoff
handelt, der auch **für andere Lebewesen gefährlich** sein kann. Insbesondere wenn
Kinder im Garten spielen, sollten sie auf eine Anwendung von Metaldehyd verzichten.

Besser ist es, zu einem Schneckenkorn mit dem Wirkstoff „**Eisen-III-Phosphat**“
zurückzugreifen. Dieser Fraßstoff sorgt bei einer ausreichend eingenommenen Dosis
dafür, dass sich die Schnecken in den Boden zurückziehen und dort verenden.

Vorteil ist hier, dass der Wirkstoff unbedenklich für Wildtiere und den ökologischen
Landbau ist. Bei allen chemischen Mitteln zur Schneckenbekämpfung gilt, dass Sie
diese möglichst zu Beginn des Frühlings ausstreuen sollten, um eine Schneckenplage
zu verhindern.

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